Semantische Suchmaschinenoptimierung: LSO

Semantische Suchmaschinenoptimierung

Die semantische Suchmaschinenoptimierung als Konzept wird häufig mit den statistischen Verfahren der LSO (Latent semantiche Optimierung, oder LSI (Latent Semantic Indexing)) die Methoden bezeichnen, gleichgesetzt.

Konzept der semantischen SEO, und die Verfahren, mit der sie arbeitet, sind jedoch erstmal zwei voneiander unabhängige Dinge.

Das Grund-Konzept der semantischen SEO liegt in der Erhöhung der inneren Köhärenz der tragenden Begriffe des Textes einer WebSite, sowie deren semantischen Expandierung. Das aus der Erkenntnis heraus, dass beispielsweise Google Begriffe, die aus dem gleichen semantischen Umfeld stammen wie andere auf der WebSite verwandte Begriffe, höher bewertet, und so auch stark konkurrenzierten Begriffen hoch bewerten kann, ohne dass diese selbst optimiert werden müssten.

Allgemein geht die Entwicklung der Methodik semantischer Textverarbeitung in Richtung Berechnung semantischer Korrelationen zwischen Begriffen oder Texten, die beispielsweise als hoch erkannt werden sollte, wenn zwei Texte zwar verschiedene, aber gleichbedeutende Begriffe (Synonyme) verwenden.
Methoden wie die LSO/LSI stellen dabei einen möglichen Weg zur Aufdeckung der verdeckten semantischen Strukturen mit Hilfe von Comutern dar, die, wie jede andere in diesem Umfeld verwendbare Methodik, ihre Stärken und Schwächen aufweisen.

Ein weiterer, oft zu lesender (vermutlich voneinander abgeschriebener) Irrtum dürfte der sein, dass Google die LSI zur Indexierung der gecrawlten WebSites verwende. Tatsächlich weisen etliche Anzeichen viel eher darauf hin, dass Google ein häufigkeitsbasierendes Verfahren verwendet, welches Vorteile im schnellen Retrieval zeigt und stabilere Vektoren als die LSI hervorbringt - jedoch auch Schwächen, u. A. in der Erkennung von gegensätzlichen Begriffen (Antonymen), zeigt.

Roland Bischof
http://artebis.de